Risiko raus

Innerbetrieblicher Transport

Gabelstabler

 

Frontsitz-Gabelstapler werden für Stapel- und Transportarbeiten eingesetzt. Der Fahrer fährt auf dem Gerät mit. In der Regel sitzt er mit Blick in Richtung der Gabeln. Der Antrieb ist entweder elektrisch oder es ist ein Verbrennungsmotor, beispielsweise für Diesel oder Flüssiggas.

Gefahren

  • Anfahren von Personen und Gegenständen.
  • Kollidieren mit anderen Fahrzeugen und Gebäudeteilen.
  • Fahren des Gerätes durch unbefugte Personen.
  • Umkippen mit dem Gerät.
  • Absturz des Gerätes, insbesondere an Rampen.
  • Herunterfallen von Gegenständen beim Stapeln und Abnehmen von Lasten.
  • Unzureichende Sicht bei Dunkelheit oder durch zu hohe Last.
  • Verletzen beim Hantieren mit der Last.
  • Abrutschen, Stürzen, Umknicken beim Auf- und Absteigen.
  • Schwingungsübertragung auf Fahrer sowie Kälte, Witterung und Lärm.
  • Abgase beim Verbrennungsmotor, besonders in Räumen.
  • Explosions- und Brandgefahr beim Batterieladen, Leckagen, Tanken und Flüssiggasflaschenwechsel.
  • Verätzungen durch Batteriesäure.


Technische Maßnahmen:

  • Geräteauswahl auf Einsatzzweck anpassen (Tragkraft, Gabellängen, Höhe des Hubgerüstes, Fahrwegsbreite, Breite des Regalgangs, Türhöhen, Beleuchtung, elektrostatische Aufladung).
  • Gerät mit erhöhter Sicherheit gegen zu schnelles Kippen einsetzen.
  • Geräte mit fester Kabine oder Bügeltür als Fahrerrückhalteeinrichtung einsetzen, um den Fahrer beim möglichen Kippen des Gerätes auf dem Sitz zu halten.
  • Schutzdach für ungewollt herabfallende Gegenstände.
  • Abstimmen der Reifen auf den Fahrbahnbelag.
  • Ergonomie beachten (Einsatz von: Drehkabine oder drehbare Fahrersitze, leicht einstellbarer schwingungsgedämpfter Fahrersitz, Witterungsschutz bei Fahrten im Freien, klimatisierte Fahrerkabine).
  • Laserscanner etc. ermöglichen ein Erkennen von Personen im rückwärtigen Bereich.
  • Überwachungskameras am Gerät sorgen für die Sicht nach vorne bei großen Lasten und bei Rückwärtsfahrten.
  • Gerät nach Gebrauch vor unbefugtem Zugriff sichern (persönlicher Fahrschlüssel, Codierschalter).
  • Batterieladegeräte nur in Räumen mit ausreichender Lüftung platzieren.


Organisatorische Maßnahmen:

  • Aufstellen einer Verkehrsregelung.
  • Stapler nur bei geeigneten Bodenverhältnissen einsetzen (rutschhemmende Böden, keine großen Bodenvertiefungen).
  • Regelmäßig Geräte prüfen (einschließlich Batterieladegeräte durch befähigte Person).
  • Fahrer unter Einbeziehung des Tragfähigkeitsdiagramms regelmäßig unterweisen.
  • Zum Heben von Personen nur zugelassene Arbeitsbühne benutzen und nur durch besonders unterwiesenes Personal.
  • Keine brennbaren Stoffe im Bereich der Ladestationen.
  • Entsprechendes Ausrüsten des Staplers beim Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr (Blinker, Beleuchtung, etc.). Der Fahrer benötigt einen zusätzlichen Führerschein für das Fahren im Straßenverkehr.


Was ist bei der Fahrerauswahl zu beachten?

  • Mindestens 18 Jahre alt und persönlich geeignet (z. B. arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeit“ (G 25).
  • Ausbildung als Fahrer über mindestens 20 Lehreinheiten mit Prüfung (zusätzliche Ausbildung für die gerätespezifischen Anforderungen und besonderen Stapler sowie Anbaugeräte wie Arbeitsbühnen).
  • Schriftlicher Fahrauftrag.


Was muss der Fahrer berücksichtigen?

  • Fahren des Gerätes nur mit schriftlichem Fahrauftrag.
  • Arbeitstäglich Sicherheitscheck durchführen und protokollieren.
  • Vor dem Losfahren anschnallen und/oder Bügeltür schließen (Fahrerrückhalteeinrichtung immer benutzen).
  • Verkehrsregeln einhalten.
  • Verantwortungsbewusst und vorausschauend fahren.
  • Beim Verlassen Fahrzeug gegen unbefugtes Fahren sichern.
  • Störungen sofort melden.


Personenbezogene Maßnahmen:

  • Sicherheitsschuhe tragen und bei Bedarf Schutzhandschuhe und Schutzhelm.
  • Spezielle persönliche Schutzausrüstung wie Schutzbrille und Chemikalienschutzhandschuhe tragen beim Füllen/ Kontrollieren der Batterie, Einmalhandschuhe beim Tanken.


Weitere Informationen:

Unfallmeldung

Arbeits- und Wegeunfall
Ein Unfall ist geschehen - Was ist zu tun?

Präventionskampagne

Denk an mich. Dein Rücken
Ziel der Kampagne: Rückenbelastungen bei der Arbeit, in der Schule und in der Freizeit verringern.

Qualifizierung

Ausbildungszentrum BGN Reinhardsbrunn
Arbeits- und Gesundheitsschutz zum Anfassen

Aufsichtspersonen

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