Stich und Schnitt

Ausführliches Beispiel: Brötchen aufschneiden

Ausführliche und anschauliche Darstellung eines alltäglichen Beispiels

a.) Arbeitsverfahren ohne Schutzmaßnahmen:
Brötchen in die Hand nehmen und mit Messer mit glatter Schneide und Spitze schneiden, Klingenführung zwischen Finger und Daumen

b.) Ermittlung der maximalen Verletzungsschwere (V):
Schwere Schnittverletzung mit Krankenhausaufenthalt ist möglich. Nach Tabelle 3 gilt folgender Wert: V = 6
 

c.) Ermittlung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Verletzung(A):
Die Erfahrungen und die berufsgenossenschaftliche Unfallstatistik zeigen eine hohe, mindestens aber eine mittlere Wahrscheinlichkeit. Nach Tabelle 6 gilt somit folgender Wert: A = 6 bis 7
 

d.) Berechnung der Risikoprioritätszahl RPZ:
RPZ = V x A = 6 x 7 = 42 oder 6 x 6 = 36, d.h. die Risikoprioritätszahl liegt bei diesem Arbeitsverfahren zwischen 36 und 42.
 

e.) Änderung des Arbeitsverfahrens:
Einsatz eines Messers mit Wellenschliff ohne Spitze (verhindert ein Abrutschen des Messers von der knusprigen Kruste und Stichverletzungen). Die Material haltende Hand wird mit einem schnitthemmenden Handschuh geschützt. Das Arbeitsverfahren wird so verändert, dass der Schnitt von der Hand weg geführt wird.
 

f.) Prüfung der Auswirkung:
Die Möglichkeit, sich mit dem Messer schneiden zu können ändert sich nicht. Die Schwere der Verletzung wird durch das geänderte Messer und ein anderes Arbeitsverfahren auf V = 5 reduziert. Außerdem wird eine Verletzung weniger wahrscheinlich. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit des Auftretens in den Bereich „gering“, also z.B. auf A = 2, ab.
 

g.) Neuberechnung der RPZ:
RPZ = V x A; aus dem Beispiel ergibt sich folgende Berechnung: RPZ = 5 x 2 = 10.
 

h.) Bewertung der Änderung:
Ausgehend von der riskanten Tätigkeit (RPZ = 36 bis 42) erbringt der Austausch des Werkzeuges (technische Lösung), des Verfahrens (organisatorische Lösung) und der Einsatz der PSA (personenbezogene Lösung) ein signifikant anderes Ergebnis (RPZ = 10). Das Risiko des ursprünglichen Arbeitsverfahrens wird im Allgemeinen als zu hoch angesehen.

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