Risiko raus

Öffentlicher Verkehr

Stress und Müdigkeit

 

Sicherheit auf Betriebsfahrten ist kein Zufall. Nicht nur der Fahrer und sein Verhalten beeinflussen das Unfallgeschehen im Verkehr. Der Betrieb hat – vor allem, wenn es um Betriebsfahrten geht – Einflussmöglichkeiten. Hier gilt wie bei allen Gefährdungen: die Kombination mehrerer Maßnahmen erhöht deren Wirkung.

Was kann der Betrieb tun?
Technische Maßnahmen:

  • Nur verkehrssichere Fahrzeuge verwenden.
  • Regelmäßige Wartung und Inspektion der Dienstfahrzeuge.
  • Ausstattung der Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen (z. B. Rangierwarneinrichtungen mit Kamera/Monitorsystem, ESP).
  • Freisprechanlage.
  • Anbringen von Navigationssystemen entsprechend der Bedienungsanleitung des Herstellers (nicht im Sichtfeld).
  • Trittsichere und fest angebrachte Aufstiege.
  • Ergonomische Sitze.
  • Passive Sicherheitseinrichtungen (Airbag).


Organisatorische Maßnahmen:

  • Sicherheit im Verkehr als Unternehmensziel festlegen: Welche Verantwortung haben Führungskräfte und Mitarbeiter?
  • Gemeinsame Überprüfung der Gefährdungen auf Dienstfahrten und Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten (Austausch im Arbeitsschutzausschuss, Runder Tisch):
    • Wo liegen nach Meinung der Fahrer die Gefährdungen?
    • Welche Maßnahmen können die Gefährdungen reduzieren?
  • Gute Planung von Dienstfahrten:
    • Ist die Sicherheit von Fahrer und Ladung ein wichtiges Ziel bei der Planung?
    • Werden ausreichend Pausen eingeplant?
  • Festlegung von klaren Regeln für Betriebsfahrten:
    Wie sollen die Mitarbeiter sich im Straßenverkehr verhalten? (z. B. Einhaltung von Verkehrsregeln, Pausenregelung, Nutzung der Kommunikationstechnik beim Fahren, Umgang bei Müdigkeit).
  • Regelmäßige Überprüfung der Fahrerlaubnis.
  • Festlegung von verbindlichen Kontrollen und Konsequenzen bei Regelverstoß:
    Was passiert, wenn die Regeln nicht befolgt werden? (die Konsequenz ist wichtig, nicht die Härte der Strafe!).
  • Betriebliche Aktionen zur Verkehrssicherheit.
    Ziele: eigenes Fahrverhalten überdenken und richtiges Verhalten üben.
  • Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern.

Personenbezogene Maßnahmen:

  • Untersuchung durch den Betriebsarzt zur Aufdeckung gesundheitlicher Risiken (arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeit“ nach G 25): Gibt es auf Seiten des Mitarbeiters Risiken?
  • Regelmäßige Unterweisungen.
    Ziel: Ständiges Bewusstmachen der Gefährdungen.
  • Alkohol- und Drogenverbot.
  • Meldung von Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit beeinflussen.
  • Sicherheitstrainings für Mitarbeiter anbieten.
    Die FBG fördert aktiv die Teilnahme an Pkw-Fahrsicherheitstrainings.
    Ziel: Grenzsituationen erleben, Gefahren aufzeigen, Sicherheitsverhalten trainieren.
  • Gesundheitsförderungsmaßnahmen (z. B. Seminar zum Umgang mit Stress).
  • Unterweisung der Mitarbeiter zur Nutzung der Sicherheitstechnik im Fahrzeug.

Weitere Informationen:

Unfallmeldung

Arbeits- und Wegeunfall
Ein Unfall ist geschehen - Was ist zu tun?

Präventionskampagne

Denk an mich. Dein Rücken
Ziel der Kampagne: Rückenbelastungen bei der Arbeit, in der Schule und in der Freizeit verringern.

Qualifizierung

Ausbildungszentrum BGN Reinhardsbrunn
Arbeits- und Gesundheitsschutz zum Anfassen

Aufsichtspersonen

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